29. Dezember 2011

Eigentlich wollten wir noch keinen Hund...

Eigentlich wollten wir noch keinen Hund,
aber dann kamst du und schlichst dich in unsere Herzen.
Eigentlich wollten wir einen großen Hund,
aber dann kamst du und schlichst dich in unsere Herzen.
Eigentlich wollten wir keinen ängstlichen Hund,
aber dann kamst du und schlichst dich in unsere Herzen.
Mit jedem Tag, den du bei uns verbrachtest, wuchs dein Vertrauen in uns.
Dein Blick schaute uns immer öfters erwartungsvoll an. Dein Schwanz wedelte, wenn wir dich ansprachen.

Und eines Tages war es dann soweit: wir wussten,
du gehörst zu uns für alle Zeit.
Dies ist nun schon über 3 Jahre her,
ein Leben ohne dich vorzustellen fällt uns schwer.

Den Menschen, die sich einen ängstlichen Hund nicht zutrauen
rufen wir zu: nur Mut, es gibt nichts Schöneres als Vertrauen aufzubauen.
Zu sehen wie langsam wachsen Liebe, Vertrauen und Sicherheit,
ist das Schönste in einer gemeinsamen Zeit.

Hermine, wir freuen uns über jeden Tag den du bei uns bist. Deine Freude nach unserer Rückkehr, auch wenn wir nur kurz nicht bei Dir sind, ist unbeschreiblich. So als hättest Du Angst wir könnten Dich verlassen. Auf ein leises Rufen unsererseits reagierst Du immer mit einem Schwanzwedeln. Darin würdest Du bestimmt Weltmeisterin, wenn es so einen Wettbewerb geben würde.

Wir sind so glücklich Dich bei uns zu haben, und hoffen noch eine ganz lange Zeit gemeinsam verbringen zu dürfen.

Diese Geschichte wurde eineschickt von Tamara Schmitz, THV-Team

27. Dezember 2011

Vier Wochen Thailand...

Im Jahr 2011 verbrachte ich 4 Wochen Urlaub in Thailand. Es war mein erstes Mal dort. Das Land ist wunderschön, faszinierend und abwechslungsreich. Die Menschen dort sind immer freundlich und wahnsinnig hilfsbereit gewesen. Sie haben immer eine gewisse Gelassenheit ausgestrahlt. Wir haben Bangkok besucht und viele andere Städte und sind mit dem Bus und Zug von einem Ziel zum nächsten gefahren. Natürlich durfte auch die Erholung auf einer der zahlreichen fantastischen Inseln nicht fehlen.

Sie denken jetzt bestimmt: was interessiert mich das denn, wo die THV-Mädels ihre Freizeit verbringen…?!

Die Verbindung werden sie gleich erfahren.

In Thailand gibt es Tausende von Strassenhunden, einige haben Besitzer andere nicht. Auch haben wir einige Katzen gesehen, aber bei weitem nicht so viele wie Hunde.

In einer der Städte die wir besucht haben, liefen eines Abends eine Mama mit ihren drei kleinen Welpen über die Strasse. Ich dachte noch bei mir, dass da mal nix passiert und lief weiter. Im nächsten Moment hörten wir einen markerschütternden Schrei…eines der Welpenbabies wurde angefahren. Es schrie vor Schmerz und die Mutter schrie auch vor Entsetzten. Mir lief es kalt den Rücken runter, was sollten wir tun. Ich wusste ich konnte ihn da nicht seinem Schicksal überlassen. Er hörte dann auf zu schreien und ich dachte er ist tot. Zumindest sollte er nicht auf der Strasse liegen bleiben, dachte ich mir mit Tränen in den Augen. Wir kamen näher und zwei verzweifelte Hundeaugen schauten mich an…ich wollte nur noch schreien. Er lebte noch, war äußerlich unverletzt. Aber was sollte ich nun tun. Es war mitten in der Nacht, ein kleiner Ort, bestimmt gibt’s hier keinen Tierarzt. Ich fühlte mich so hilflos und so verloren. In dem Moment kam eine Anwohnerin aus einem der Häuser, sie musste die Schreie der Hunde gehört haben. Sie nahm den kleinen Welpen mit. Was aus ihm geworden ist weiß ich nicht. Ich hoffe nur er hat keine Schmerzen, da wo er nun ist…

Selten habe ich mich so hilflos und verzweifelt gefühlt. Man möchte, nein man muß helfen und weiß nicht wie…das ist ein so schlimmes Gefühl. Ich habe die ganze Nacht um den Kleinen geweint.

Ich konnte weder dem Babiewelpen helfen, noch dem Hund der vor Schmerzen schrie, weil er so schlimm verletzt war. Ich konnte den Hunden nicht helfen, die halb oder total kahl waren, weil sie Hautmilben oder andere Parasiten hatten. Das war fast die Hälfte aller Hunde einer ganzen Stadt. Ich konnte der Katze nicht helfen, die einen tennisballgroßen Tumor am Bauch hatte. Ich konnten den vielen humpelnden Hunden nicht helfen und den in einen kleinen Käfig eingepferchten Kaninchen auch nicht…

All diese Bilder haben mich sehr mitgenommen, es hat mich fertig gemacht nichts tun zu können. Aber eins hat mich immer wieder aufgebaut: der Gedanke dass ich Teil von THV bin. Das Wissen, dass wenn ich wieder zurück bin, so viele Hunde, Katzen und Kleintiere und auch Menschen auf meine Hilfe hoffen und bauen.

Das ich dann endlich helfen kann und mich nicht mehr so hilflos
und überfordert fühlen muss.

Diese Geschichte wurde eingeschickt von Antje Richter, THV-Team

20. Dezember 2011

Mitten ins Herz...

Kennen Sie die kleine Mimosa auf unserer Seite? Sie wissen jetzt nicht genau, welche Hündin das ist? Oder vielleicht haben Sie ein Hundegesicht im Kopf, aber so richtig können Sie sich nicht an sie erinnern? Hätte mir jemand vor drei Tagen diese Frage gestellt, dann wäre meine Antwort ganz ähnlich ausgefallen. Aber ich hatte das große Glück die süße Hündin am vergangenen Freitag persönlich kennen zu lernen und sie hat mich so sehr bewegt, dass ich Ihnen gerne von ihr erzählen würde...

Mimosa lebt derzeit im Tierheim von Castellbisbal. Damit hat sie eigentlich das große Los gezogen, denn dort wird jeder Hund geliebt und so gut versorgt, wie es mit den eingeschränkten Mitteln in Spanien nur möglich ist. Zwar sind die Zwinger recht klein und natürlich ziemlich überfüllt, aber dennoch ist die Stimmung in Castellbisbal sehr gut. Fast jeder Hund hat eine ansteckend gute Laune und freut sich über die Abwechslung, die ein Besucher bringt. So stehen sie am Gitter ihres Zwingers, hüpfen auf und ab und genießen die kurzen Streicheleinheiten, die durch die Gitterstäbe möglich sind.

Ich gehe also von Zwinger zu Zwinger, freue mich über die bekannten und unbekannten Gesichter und bin wirklich überrascht, wie glücklich die Hunde erscheinen. Natürlich würden sie bestimmt lieber eine eigene Familie haben und den kalten Zwingerboden gegen ein warmes und weiches Hundebett tauschen, aber sie haben sich mit ihrer Situation bestens arrangiert und scheinen auch nichts zu vermissen. Doch irgendwann stehe ich dann vor Mimosas Zwinger und dort bietet sich mir ein anderes Bild:

Die kleine Hündin sitzt traurig in ihrem Zwinger und ihr Blick trifft mich wirklich mitten ins Herz. Natürlich freut sie sich genauso wie die anderen Hunde, als sie von uns gestreichelt wird. Sie hüpft genauso auf und ab und genießt genauso die kurze Aufmerksamkeit. Aber sie wirkt trotzdem einfach unglaublich traurig. Man sieht ihr richtig an, dass sie eine Familie braucht. Ein richtiges Zuhause und keinen kalten Zwinger in einem Tierheim, in dem sie ihre Menschen mit so vielen anderen Hunden teilen muss. In ihren Augen sieht man ihre große Sehnsucht.

Es ist wirklich schwer sich von den einzelnen Hunden los zu reißen und weiter zu gehen. Doch von Mimosas Zwinger weg zu gehen, ist fast unmöglich. Bemerkt sie nämlich, dass man sich den Hunden in ihrem Nachbarzwinger zuwendet und sie kurz davor ist, die Liebe, die sie so sehr braucht, nun wieder zu verlieren, dann streckt sie in ihrer Verzweiflung ihre Pfote durch's Gitter und versucht einen mit ihr fest zu halten.

In dem Moment kann ich dann auch nicht anders als wieder um zu kehren und ihre Pfote in die Hand zu nehmen. Lässt man die irgendwann los, dann steckt sie sie gleich wieder durch's Gitter. Es ist so wahnsinnig berührend die kleine Hündin zu sehen, wie sie verzweifelt um Aufmerksamkeit kämpft. Obwohl sie mich ja wirklich überhaupt nicht kennt, habe ich das Gefühl, dass sie einfach alles für mich tun würde. Alles tun würde, damit ich sie nicht zurücklasse. Doch das Einzige, was sie in ihrem Zwinger tun kann, ist es eben immer wieder ihre Pfote durch das Gitter zu stecken. Natürlich helfen alle ihre Bemühungen doch nicht, weil sich bisher noch keine Familie für die kleine Hündin gefunden hat. So müssen wir sie also zurücklassen und ohne sie wieder nach Deutschland fahren.

Jetzt sitze ich hier und denke an die bezaubernde Mimosa, wie sie traurig in ihrem Zwinger darauf wartet, dass sich irgendwann jemand findet, der auf die Frage, ob er Mimosa kennt, antwortet: „Ja klar! Mimosa ist doch Teil unserer Familie und wird von uns sehr geliebt!“

Diese Geschichte wurde eingeschickt von Sandra Springer, THV-Team