27. Dezember 2011

Vier Wochen Thailand...

Im Jahr 2011 verbrachte ich 4 Wochen Urlaub in Thailand. Es war mein erstes Mal dort. Das Land ist wunderschön, faszinierend und abwechslungsreich. Die Menschen dort sind immer freundlich und wahnsinnig hilfsbereit gewesen. Sie haben immer eine gewisse Gelassenheit ausgestrahlt. Wir haben Bangkok besucht und viele andere Städte und sind mit dem Bus und Zug von einem Ziel zum nächsten gefahren. Natürlich durfte auch die Erholung auf einer der zahlreichen fantastischen Inseln nicht fehlen.

Sie denken jetzt bestimmt: was interessiert mich das denn, wo die THV-Mädels ihre Freizeit verbringen…?!

Die Verbindung werden sie gleich erfahren.

In Thailand gibt es Tausende von Strassenhunden, einige haben Besitzer andere nicht. Auch haben wir einige Katzen gesehen, aber bei weitem nicht so viele wie Hunde.

In einer der Städte die wir besucht haben, liefen eines Abends eine Mama mit ihren drei kleinen Welpen über die Strasse. Ich dachte noch bei mir, dass da mal nix passiert und lief weiter. Im nächsten Moment hörten wir einen markerschütternden Schrei…eines der Welpenbabies wurde angefahren. Es schrie vor Schmerz und die Mutter schrie auch vor Entsetzten. Mir lief es kalt den Rücken runter, was sollten wir tun. Ich wusste ich konnte ihn da nicht seinem Schicksal überlassen. Er hörte dann auf zu schreien und ich dachte er ist tot. Zumindest sollte er nicht auf der Strasse liegen bleiben, dachte ich mir mit Tränen in den Augen. Wir kamen näher und zwei verzweifelte Hundeaugen schauten mich an…ich wollte nur noch schreien. Er lebte noch, war äußerlich unverletzt. Aber was sollte ich nun tun. Es war mitten in der Nacht, ein kleiner Ort, bestimmt gibt’s hier keinen Tierarzt. Ich fühlte mich so hilflos und so verloren. In dem Moment kam eine Anwohnerin aus einem der Häuser, sie musste die Schreie der Hunde gehört haben. Sie nahm den kleinen Welpen mit. Was aus ihm geworden ist weiß ich nicht. Ich hoffe nur er hat keine Schmerzen, da wo er nun ist…

Selten habe ich mich so hilflos und verzweifelt gefühlt. Man möchte, nein man muß helfen und weiß nicht wie…das ist ein so schlimmes Gefühl. Ich habe die ganze Nacht um den Kleinen geweint.

Ich konnte weder dem Babiewelpen helfen, noch dem Hund der vor Schmerzen schrie, weil er so schlimm verletzt war. Ich konnte den Hunden nicht helfen, die halb oder total kahl waren, weil sie Hautmilben oder andere Parasiten hatten. Das war fast die Hälfte aller Hunde einer ganzen Stadt. Ich konnte der Katze nicht helfen, die einen tennisballgroßen Tumor am Bauch hatte. Ich konnten den vielen humpelnden Hunden nicht helfen und den in einen kleinen Käfig eingepferchten Kaninchen auch nicht…

All diese Bilder haben mich sehr mitgenommen, es hat mich fertig gemacht nichts tun zu können. Aber eins hat mich immer wieder aufgebaut: der Gedanke dass ich Teil von THV bin. Das Wissen, dass wenn ich wieder zurück bin, so viele Hunde, Katzen und Kleintiere und auch Menschen auf meine Hilfe hoffen und bauen.

Das ich dann endlich helfen kann und mich nicht mehr so hilflos
und überfordert fühlen muss.

Diese Geschichte wurde eingeschickt von Antje Richter, THV-Team