12. Dezember 2011

Mein allerbester Freund – der Anjo

Mein aller sehnlichster Wunsch war schon immer ein kleiner Hund, der immer bei mir ist, in meinem Zimmer schläft, einfach mein allerbester Kumpel ist. Natürlich mag ich auch unsere großen Jungs, aber die bekomm ich halt nicht unbemerkt in mein Bett ;o) Als ich von einem Ausflug mit meiner Oma nach Hause gekommen bin sagte meine Mama und mein Papa, dass sie eine Überraschung für mich hätten. Sie legten mir drei Bilder mit Hunden auf den Tisch. Und meine Mama sagte „DU KRIEGST EINEN HUND, einen kleinen, der immer bei Dir ist, der in Deinem Zimmer schläft und dem Du erzählen kannst wenn Papa und Mama „schwierig“ sind.“

Ich hab juhuhuu geschrieen, so laut, dass es die Nachbarn aus den Socken gehauen hat. Da gab´s einen Westhighland-Terrier, einen Yorkshire-Terrier und einen Anjo, einen Terrier-Mix. Ich wollte gleich Anjo, da gab´s kein Überlegen für mich, auch wenn er einen Unterbiss hat. Es war einfach sofort Liebe. Kurze Zeit später sind wir zu Anjos Pflegestelle gefahren. Wir haben unsere Hunde Michl und Santos mitgenommen, um herauszufinden, wie sie sich mit Anjo verstehen. Man war ich aufgeregt! Und dann war es soweit. Anjo sah mich das erste mal mit seinen großen braunen Knopfaugen an und wir wussten beide, dass wir zusammen gehören. Jetzt hoffte ich nur noch, dass sich die Jungs verstehen würden…….und tatsächlich sie verstanden sich sofort.

Leider durfte ich Anjo nicht gleich mitnehmen es musste noch eine „Vorkontrolle“ zu uns kommen. Anjo fand das genauso doof wie ich, sprang in unser Auto und wollte gar nimmer aussteigen. Schweren Herzens mussten wir dann fahren. Schnell meldete sich dann jemand, die bei uns die Vorkontrolle machen sollte. Oh je, ich dachte, wenn die Vorkontrolle meine „Ordnung“ in meinem Zimmer sieht, wo Anjo ja schlafen soll, darf er bestimmt nicht zu uns ziehen. Tagelang hab ich mein Zimmer auf Hochglanz poliert. Endlich kam die Vorkontrolle und ich präsentierte mein Zimmer, sein Körbchen, Spielzeug, einfach alles was ich für MEINEN Anjo hergerichtet hatte. Sogar ein Tablettendöschen hatte ich bereits für seine Medizin, die er wegen seiner Leishmaniose nehmen muss, selbst gebastelt. Ich hatte das Gefühl, dass sie mein Zimmer in Ordnung fand, zumindest hat die Dame nichts gesagt, dass es ihr nicht gefiel. Mann war ich froh!

Dann kam der Anruf von Anjos Pflegemama, dass Anjo bei uns einziehen darf. Ich wollte sofort und auf der Stelle dort hin und Anjo abholen. Ging aber leider nicht :o(. Ein paar Tage später fuhren wir los, um Anjo zu holen. Er sprang in unser Auto und dieses mal musste er nicht mehr aussteigen :o)

Wir sind dann Pflegestelle beim THV geworden und bis heute wohnten schon viele verschiedene Hunde bei uns. Die sind auch alle immer total lieb und süß. Ich schmus auch gerne mit denen, spiel mit ihnen, geh mit Gassi und bin immer einen Tag lang traurig, wenn sie wieder ausziehen.

Aber so einen wie meinen Anjo gibt´s kein zweites mal. Den gibt´s auf der ganzen Welt eben nur einmal und Gott sei Dank hab ich ihn gefunden. Wir haben schon so viele tolle Dinge zusammen erlebt, uns wird´s nie langweilig und auch in der Gruppe „Kind mit Hund“ sind wir ein spitzen Team. Wir sind immer zusammen (außer in der Schule – wobei er letztes mal bei meinem Referat über Tierschutz und Hunde aus Spanien mit in den Unterricht durfte).

Anjo ist mit dabei wenn ich im Badezimmer bin, wenn ich zur Toilette muss, beim Fernsehen, einfach immer.

Und er schläft jede Nacht bei mir in seinem weißen Plüschbett mit einem weißem Moskitonetz drüber (damit ihn Nachts die Mücken nicht so ärgern).

Und manchmal natürlich auch in meinem Bett – aber psssssst, nix der Mama erzählen. Die sagt nämlich immer, Hunde gehören nicht ins Bett.

Dabei ist Anjo doch gar kein Hund,
er ist doch mein allerbester Freund ;o)

Diese Geschichte wurde eingeschickt von Janina, THV-Jugendgruppe